„Okay Google“ im Jahr 2026: Was vom alten Assistenten bleibt und was sich ändert

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1. Januar 2026

Fast ein Jahrzehnt lang war der Google Assistant der treue Begleiter auf Millionen Android-Smartphones. Wer „Okay Google“ sagte, konnte Wecker stellen, das Wetter abfragen oder Smart-Home-Lampen steuern. Doch im März 2026 zieht Google endgültig den Stecker für den klassischen Assistant. Wir klären auf, was das für Sie bedeutet und wie die Sprachsteuerung der Zukunft funktioniert.

Das vertraute Kommando bleibt

Die wichtigste Nachricht vorab: Sie müssen sich nicht an ein neues Aktivierungswort gewöhnen. Auch im Jahr 2026 reagieren Android-Smartphones weiterhin auf die Befehle „Okay Google“ oder „Hey Google“. Was sich jedoch grundlegend geändert hat, ist die „Intelligenz“ dahinter. Anstelle des starren Google Assistant antwortet nun Gemini, Googles fortschrittliche Künstliche Intelligenz.

Gemini übernimmt das Steuer

Nach einer Übergangsphase im Jahr 2025 ist Gemini nun der Standard-Assistent auf fast allen Android-Geräten. Der Wechsel bringt deutliche Unterschiede im Alltag mit sich:

  • Vom Befehl zum Gespräch: Während der alte Assistant oft nur einfache Kommandos verstand, können Sie mit Gemini (insbesondere über Gemini Live) echte Gespräche führen. Sie können Fragen stellen, die Antwort unterbrechen und eine Rückfrage stellen, ohne das Aktivierungswort erneut sagen zu müssen.
  • Kontext-Verständnis: Gemini weiß, was auf Ihrem Bildschirm zu sehen ist. Wenn Sie ein Bild eines Berges betrachten und fragen: „Okay Google, wie hoch ist dieser Gipfel?“, erkennt die KI das Motiv und liefert die Antwort.
  • Integration in Google-Dienste: Gemini durchsucht auf Wunsch Ihre E-Mails (Gmail), Dokumente (Google Drive) oder plant Routen direkt in Google Maps – alles per Sprachbefehl.

Warum die Umstellung nicht ganz reibungslos verlief

Der Abschied vom klassischen Assistant im März 2026 wird von Experten kritisch begleitet. Besonders Nutzer älterer Smart-Home-Geräte oder Lautsprecher von Drittanbietern stehen vor Herausforderungen. Während moderne Smartphones die KI-Rechenleistung problemlos bewältigen, stoßen ältere Hardware-Komponenten oft an ihre Grenzen. Google hat den Termin für die endgültige Abschaltung des Assistant bereits mehrfach verschoben, um technische Hürden bei der Anbindung von Smart-Home-Systemen (Matter/Thread) zu lösen.

Checkliste: So nutzen Sie die Sprachsteuerung 2026 optimal

FeatureStatus 2026Tipp für Verbraucher
Aktivierung„Okay Google“ weiterhin aktivPrüfen Sie in der Gemini-App unter „Voice Match“, ob Ihr Stimmprofil aktuell ist.
Antwort-TempoEtwas langsamer als früherDa Gemini komplexere Berechnungen in der Cloud durchführt, kann die Antwort eine Sekunde länger dauern als beim alten System.
Smart HomeVoll integriertNutzen Sie das neue „Home Panel“ auf dem Sperrbildschirm für schnellen Zugriff.
DatenschutzKI-SpeicherungGemini lernt aus Ihren Interaktionen. Prüfen Sie regelmäßig im Google-Konto unter „Aktivitäten“, welche Daten gespeichert werden.

„Okay Google“ ist nicht tot – es ist nur deutlich schlauer geworden. Der Übergang vom Assistenten zum KI-Partner Gemini markiert den größten Umbruch in der Geschichte von Android. Wer sich auf die neue Art der Kommunikation einlässt, erhält ein Werkzeug, das weit über das bloße Stellen eines Timers hinausgeht. Für Fans der schnellen, simplen Sprachbefehle bleibt jedoch eine kleine Umstellung: Die Antworten sind ausführlicher und „menschlicher“ geworden.

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