Wer heute eine aktuelle Samsung-Smartwatch wie die Galaxy Watch 7 oder die Watch Ultra ins Auge fasst, stellt sich als iPhone-Nutzer eine berechtigte Frage: Funktioniert das überhaupt? Während ältere Modelle noch eine offizielle Brücke boten, hat sich das Blatt bei den neueren Generationen gewendet.
Der harte Cut: Wear OS statt Tizen
Der entscheidende Wendepunkt war der Wechsel von Samsungs eigenem Betriebssystem Tizen hin zu Googles Wear OS (ab der Galaxy Watch 4). Seit diesem Umstieg gibt es keine offizielle „Galaxy Wearable“-App mehr für das iPhone, die diese Uhren unterstützt.
Betroffene Modelle:
- Galaxy Watch 4 / 5 / 6 / 7
- Galaxy Watch Ultra
- Galaxy Watch FE
Der aktuelle Stand 2026: Geht es irgendwie?
Offiziell lautet die Antwort von Samsung weiterhin: Nein. Die Uhren lassen sich nicht über die herkömmlichen Apple-Bordmittel oder offizielle Samsung-Apps koppeln. Es gibt jedoch zwei Seiten der Medaille:
1. Die inoffizielle „Krücke“: Drittanbieter-Apps
Es existieren Apps wie „Merge“, die versuchen, die Lücke zu schließen. Diese nutzen Bluetooth-Protokolle, um zumindest Benachrichtigungen vom iPhone auf die Uhr zu spiegeln.
- Was geht: Man sieht Anrufe und Nachrichten (oft ohne Antwortmöglichkeit). Die Smart Stacks der Apple Watch sind auch nicht verfügbar
- Was nicht geht: Gesundheitsdaten (EKG, Blutdruck, Schlafapnoe-Erkennung), App-Installationen, Zifferblatt-Anpassungen via Smartphone und eine stabile Synchronisation. Es bleibt eine instabile Bastellösung.
Auch Zugriff auf Siri ist so nicht möglich.
2. Der Hoffnungsschimmer: EU-Regulierung (DMA)
Durch den Digital Markets Act (DMA) wurde Apple gezwungen, sein Ökosystem in der EU weiter zu öffnen. Seit dem Update auf iOS 26.3 gibt es theoretisch Schnittstellen für „Near-Field Pairing“ und tiefere Benachrichtigungs-Interaktionen für Drittanbieter.
- Das Problem: Nur weil Apple die Tür öffnet, heißt das nicht, dass Samsung hindurchgeht. Bisher hat Samsung keine Anzeichen gemacht, eine neue iOS-App für Wear-OS-Uhren zu entwickeln, da man die Nutzer lieber im eigenen Galaxy-Ökosystem behält.
Warum die Kombination (noch) keinen Sinn ergibt
Selbst wenn du die Uhr mit Workarounds verbunden bekommst, verlierst du die Kernfeatures, für die du bezahlst:
- Samsung Health-Sperre: Die detaillierte Analyse deiner Fitnessdaten findet nicht auf dem iPhone statt.
- KI-Features: Die neuen 2025/2026 eingeführten KI-Gesundheitsfunktionen setzen zwingend ein Galaxy-Smartphone voraus.
- Kein iMessage-Support: Das native Antworten auf Nachrichten bleibt der Apple Watch vorbehalten.
Fazit für die aktuellen Galaxy Watch
Die modernen Galaxy Watches sind technisch hervorragend, aber für iPhone-Nutzer bleiben sie eine Sackgasse. Wer das runde Design liebt und eine funktionierende Integration sucht, sollte eher zu Herstellern wie Garmin oder Amazfit greifen. Diese bieten offizielle Apps an, die fast alle Funktionen (außer das Antworten auf Nachrichten) auch unter iOS ermöglichen.